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Arbeit! Solidarität! Rechtspopulismus?

  • Keplerstraße 2 72074 Tübingen Germany (map)

Arbeiter_innen wählen links und Solidarität ist international. Uneingeschränkt zutreffend waren diese Sätze nie, aber über weite Teile des 20. Jahrhunderts konnten sie doch als erste Näherung dienen. Seit einigen Jahren verfestigt sich jedoch der gegenteilige Eindruck: Gerade unter (Fach-)Arbeiter_innen verzeichnen rechtspopulistische Parteien in Europa überdurchschnittliche Erfolge und setzen dabei – wenn überhaupt – auf entschieden nationale und exklusive Konzeptionen von Solidarität. Die Ursachen für diese Veränderungen sind in Wissenschaft und Öffentlichkeit heftig umstritten: Heißt das Problem nun „Neoliberalismus“, „Abstiegsangst“, „Transformation des Arbeitslebens“, „Arbeitsmarktkonkurrenz durch Flüchtlinge“, „Vereinzelung“ oder einfach nur „Rassismus“? Die beiden Referenten haben zu diesen Fragen empirisch geforscht und stellen ihre Antworten zur Diskussion: Jörg Flecker (Uni Wien) war Teil eines Forschungsprojekts, in dessen Rahmen verschiedene Solidaritätskonzepte in Gesellschaft und Politik untersucht wurden, von denen einige eher universalistisch, andere eher nationalistisch-exklusiv sind. Wolfgang Menz (Uni Hamburg) interviewte Arbeitnehmer_innen aus verschiedenen Branchen, um herauszufinden, wie der Wandel der Arbeitswelt zu einem Wandel des Bewusstseins führt, der an den Rechtspopulismus anschlussfähig ist.

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung des Promotionskollegs Rechtspopulistische Sozialpolitik und exkludierende Solidarität

mit zwei Vorträgen

Prof. Dr. Jörg Flecker (Universität Wien):
„Umkämpfte Solidaritäten. Zur ambivalenten Mitte zwischen inkludierenden und exkludierenden Haltungen“

Prof. Dr. Wolfgang Menz (Universität Hamburg):
„Arbeit und Verunsicherung. Ursache für autoritäre Orientierungen?“

Hörsaal Keplerstraße 2, 72074 Tübingen
Donnerstag, 5. Dezember 2019
18 Uhr

Der Eintritt ist frei.

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