Postdemokratie, Rente und Rechtspopulismus. Wie sollten sich Gewerkschafter*innen zu rechtpopulistischer Rentenpolitik verhalten?

Vor allem der rechtsextreme „Flügel“ in der AFD scheint vermehrt die „soziale Frage“ aufgreifen zu wollen. Beim Thema Rente übernimmt er dafür sogar die linke Kritik an einer neoliberalen Demografiepanik. Inwieweit hat eine ebenfalls populistische „Metapolitik des Kapitals“ (z.B. beim Thema Rente) die Widerstandskräfte der Demokratie geschwächt und durch ihre Etablierung scheinbar politik- und alternativloser Zustände ein Aufmarschgebiet für Rechtspopulist*innen geschaffen? Diese versprechen, die zunehmend zu Tage tretenden Probleme der neoliberalen Zustände (z.B. drohende Altersarmut) mit einem noch stärker antidemokratischen, exkludierenden und autoritären „Zurück in die Zukunft“ aufzuheben. Wie sollten sich Gewerkschafter*innen zu solch einer rechtpopulistischen Rentenpolitik und ihrem neoliberalen Entstehungskontext verhalten?

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Manchmal sozial, immer rassistisch: Der Rechtspopulismus und die „soziale Frage“

Nach langem Ringen will sich die AfD im Sommer 2019 endlich für ein Rentenkonzept entscheiden. Diese Entscheidung steht stellvertretend für einen breiteren Konflikt zwischen den marktradikalen Positionen von Jörg Meuthen und Alice Weidel auf der einen und den wohlfahrtschauvinistischen Positionen des völkischen Flügels auf der anderen Seite. In diesem Blogbeitrag geht es darum, diesen Konflikt im nationalen, internationalen und historischen Kontext zu erläutern und seine Relevanz abzuschätzen. Der Text basiert auf dem gekürzten und überarbeiteten Manuskript eines bei der Tagung „Von der Großstadtfeindschaft zum Nazikiez? Anti-/urbane Kontexte des autoritären Populismus“ in Leipzig gehaltenen Vortrag

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Kommentar zum Vortrag "Rechtspopulismus als männliche Identitätspolitik?"

Am 7. Februar 2019 fand in der Alten Aula der Eberhard Karls Universität Tübingen die Eröffnungsveranstaltung des Promotionskollegs Rechtspopulistische Sozialpolitik und exkludierende Solidarität statt. Zu den beiden Vorträgen gab es jeweils kurze Kommentare von Promovierenden. Hier dokumentieren wir Richard Siegerts Kommentar zu Birgit Sauers Vortrag “Rechtspopulismus als männliche Identitätspolitik?”

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